2. Oktober 2026 · Italienische Kultur
Ferraris Geschichte beginnt auf der Rennstrecke. Enzo Ferrari gründete 1929 in Modena die Scuderia Ferrari. Das Team setzte zunächst Rennwagen von Alfa Romeo ein. Der Name Ferrari stand also lange vor dem ersten eigenen Auto für Motorsport.

Vom Rennstall nach Maranello
1939 entstand Enzo Ferraris eigenes Unternehmen Auto Avio Costruzioni. Später verlagerte er den Betrieb nach Maranello. Der Ort wurde zum festen Zentrum der Marke. Ferrari entwickelte sich dort aus dem Rennbetrieb heraus zu einem Hersteller eigener Wagen.
1947: Der erste Ferrari trägt die Zahl 125
Der 125 S war der erste Wagen mit dem Namen Ferrari. Sein V12-Motor hatte etwa 1,5 Liter Hubraum. Im März 1947 lief das Auto erstmals in Maranello. Beim ersten Rennen in Piacenza führte der Wagen zeitweise, schied aber aus. Nur wenig später fuhr Franco Cortese mit dem 125 S beim Großen Preis von Rom den ersten Ferrari-Sieg ein. Gerade diese Abfolge zeigt den Anfang der Marke: ein mutiger Start, ein Rückschlag und rasch darauf ein Erfolg auf der Rennstrecke.
Das springende Pferd
Das Cavallino Rampante ist älter als die Automarke. Es geht auf das Zeichen des italienischen Fliegers Francesco Baracca zurück. Nach Ferraris Darstellung regte Baraccas Familie an, das Pferd als Glücksbringer zu verwenden. Der gelbe Hintergrund verweist auf Modena, Enzo Ferraris Heimatstadt.
Vom Ursprung zu den bekannten Straßenwagen
Die Rennsportgeschichte prägte auch die späteren Straßenwagen. Modelle wie Testarossa und F40 wurden zu eigenständigen Symbolen verschiedener Ferrari-Epochen. Wer heute auf den 125 S zurückblickt, erkennt darin den Anfang einer Verbindung von Motorsport, Technik und italienischem Design, die Ferrari über Jahrzehnte geprägt hat.
Quellen
Die historischen Eckdaten beruhen auf Ferraris Darstellung des ersten Siegs 1947, Ferraris Geschichte des Cavallino Rampante und dem Ferrari-Geschäftsbericht 2024.